Network Attached Storage

Oder: Was ein Speicherplatz mit einem Kuchen zu tun hat.

In jüngster Zeit warnte das FBI vermehrt vor Attacken auf einen bestimmten Speicherplatztyp: Den NAS-Server. Doch was ist ein NAS? Der Begriff steht für Network Attached Storage,  das bedeutet übersetzt „angehängter Speicherplatz“. Wer zu viele Informationen in seinem Kopf hat und diese mit anderen Personen teilen möchte, der kauft sich ein NAS.  Dieses schwarzes Quadrat kann vorallendingen erstmal als ein Dateiserver verstanden werden – als eine Maschine, die Dateien mehreren Personen gleichzeitig zur Verfügung stellt – ihnen die Dateien wie ein Kuchenstück „serviert“. Durch das WLAN können dann andere Personen, denen man den Zugang erteilt, ebenfalls auf die Informationen in der NAS zugreifen.

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NAS kommen insbesondere zum Einsatz, wenn man auf einen Cloud-Anbieter aus dem Silicon Valley verzichten möchte. Denn Google Drive oder Dropbox bieten dieselben Funktionen wie ein NAS-Speicher an: Mehrere Personen können von überall auf der Welt, gleichzeitig auf die in der Cloud gespeicherten Informationen zugreifen (Siehe auch Cloud Computing). In einer Cloud sind die  Dokumente auf einem Dateiserver in den USA verstaut, statt in einem brummenden NAS-Gerät unter dem eigenen heimischem Schreibtisch.

Wenn jedoch ein Virus die hauseigenen Router befällt, dann schleusen sich die bösen Erreger auch auf den NAS-Speicherplatz ein, da dieser an dem WLAN hängt. Wer sich also einen NAS zulegt, der sollte als effektive Verteidigungsmaßnahme auch einen virtuellen Zaun darum ziehen.