Protokolle

Ein Protokoll ist ein steife Zeremonie,  bei der jeder genau das tut, was er vorgesagt bekommt. Daten werden durch das Internet in klar vorgegebene Zeremonien übertragen. Ohne Protokolle würde ein großes Chaos herrschen und eine Email niemals wissen, zu welcher Empfängerin sie gesendet wird. Das Protokoll in der informationstechnologischen Fachsprache verankert die Regeln der Kommunikation des Datenverkehrs.  Die Protokolle sagen einem Rechner, auf welche Art und Weise er die Daten zu dem anderen Rechner zu übertragen hat.

Um klare und verständliche Regeln für den Datentransport schaffen, hat man das Internet deswegen in sieben Schichten aufgeteilt. Jedes Schicht besitzt ein eigenes Protokoll. Jedes Schichtprotokoll schreibt den Daten vor, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie einmal in das Glasfasernetzwerk eingespeist wurden, um weiter transportiert zu werden. Jedes Datenpaket muss alle sieben Schichten erfolgreich überwinden. Es darf keine Schicht ausgelassen und kein Protokoll missachtet werden, sonst kommen die Daten fehlerhaft an.

Um Daten zu versenden, steckt der Rechner große Mengen davon in Pakete. Es wäre zu mühsam jedes Bit einzeln zu verpacken und zu adressieren.  Das Protokoll gibt vor, wie so ein Datenpaket aussieht, wie es sich verbinden lässt und aus welchen Daten es besteht. Ganz wichtig ist die Datengröße und die Gesamtzahl der Pakete, die übertragen werden. Denn in manchen dieser sieben Schichten, werden die Daten nicht chronologisch transferiert. Jedes Paket erhält eine einmalige Nummer aufgestempelt, damit nachvollzogen werden kann, ob es fehlerfrei übertragen wurde.

 

 

 

 

Ethernet

Das Wort ‚Ether‘  beschreibt das riesige technologische Kabeluniversum und bedeutet übersetzt schlicht „Äther“. Das Äthernetzwerk bezeichnet also die Gesamtheit aller Prozesse im Internet.

Das Ethernet ist eine Technik, die Software und Hardware miteinander verknüpft, um ein Netzwerk herzustellen, mit denen wir im Internet surfen können. Man kann sich das Äthernetz auch wie ist ein riesiges Netzwerk voller Knoten, Schnittstellen, Kabel und Funkübertragungen vorstellen, dass die Menschen auf den Erdball miteinander in Verbindung hält.

Das Ethernet bildet die physische Grundlage für das LAN.  Mit dem LAN-Kabel können wir im Internet surfen, wenn wir es in unseren Laptop hineinstecken. Die LAN-Kabel bilden geographisch begrenztes Internetnetzwerk, das  Local Area Network in dem Computer mit anderen Computern vernetzt sind. Diese vielen miteinander verbundenden LAN Kabel bilden demnach das Ethernet, das „Äthernetz“.

Merksatz: Ohne Kabel kein Ethernet.

Host, Client, Server

Ein Host ist ein männlicher Gastgeber. In der Computersprache bezeichnet er den Rechner, der alle Gerätekomponenten beherbergt und bewirtschaftet: dem Server. Den Host kann man sich als Butler vorstellen, seine zugehörige Küche als Server. So wie der Butler die Speisen in der Küche vorbereiten und servieren lässt, so holt der Host vom Server die entsprechenden Zutaten und serviert diese seiner Ladyals fehlerfreie Präsentation einer Webseite.

Webseiten aus dem Internet werden direkt auf Servern „gehostet“. Dieser  Blog zum Beispiel wird auf dem Server von WordPress gehostet. Wenn jemand irgendwo auf dieser Erde diese Webseite anschauen möchte, so kontaktiert der Client den Host auf dem Webserver. Der Client – der Kunde –  führt Befehle die Befehle aus, die er durch den Internetbrowsers erhält. Er kommunziert mit dem Butler, dem Host.

Wenn man beispielsweise in die das weiße Google-Suchzeilenfeld des Internetbrowsers http://www.digilux.blog eingibt und danach die „Enter“-Taste drückt, so springt der Client auf, und kommuniziert mit dem Webserver, auf dem die Daten und Informationen dieser Google-Webseite liegen. In einer technischen Begrüßung, die nach einem starren Protokoll abläuft – Frage:“Hello_Server“, Antwort: „Hello_Client“ – weckt der Client den Server auf. Daraufhin tauschen die beiden die Verschlüsselungsnotizen für den sicheren Transport der Daten aus (siehe TLS-Handshake).

Der Begriff Client wird fast ausschließlich für die Client-Server-Beziehung gebraucht. Das Serverzentrum kann man sich wie eine riesigen Vorratskammer einer Küche vorstellen. Diese Vorratskammer ist die vollgestopft mit technischen Geräten, die Speicherplatz anbieten. Jeder einzelne Server ist auf den ersten Blick erst einmal nur ein kleines quadratisches Kästchen aus Metall und Kupfer. Die Daten jeder Webseite im Internet, die wir ansurfen, müssen physisch irgendwo auf dieser Welt in einem dieser Metallkästchen lagern. Wenn wir die Google-Suchmaschine nutzen, dann nehmen wir zum Beispiel Kontakt zu dem Serverzentrum des US-Bundesstaast Iowa auf. Die Google-Server lagern dafür in Kellern unter der Erde von streng bewachten Gebäuden.

MAC-Adresse

Ein MAC-Adresse besitzt jeder Computer, unabhängig ob er von Apple oder Windows hergestellt wurde. Damit lässt sich jeder Computer eindeutig identifizieren. Die MAC-Adresse ist wie ein Tattoo mit eurem Wohnort, dass fűr jeden sichtbar auf eurer Stirn eingebrannt ist. Die MAC-Adresse kennt jede Maschine, die mit dem Internet verbunden ist. MAC steht fűr Media Access Control – die physikalische „Medieneingangskontrolle“, die jedes Mal stattfindet, wenn sich der Computer mit dem Internet verbindet.