SEO

Dieser Blogbeitrag möchte die Logik hinter dem Ranking der Suchmaschine erklären. Denn seit langem schwelt ein Konflikt zwischen europäischen Verlagshäusern und den Technikgiganten Google. Am 20. Juli fand die Abstimmung im Europaparlament statt, dass über die Anzeigen von Medienartikeln in der Suchmaschine ein Verbot verhängt werden sollte.

Konkret geht es darum, dass die Suchmaschine Ausschnitte von Artikeln der Medien in der Vorschau seiner Google-Suche anbietet, ohne das der Suchmaschinenkonzern für diese Vorschau Geld an die Verlage zahlt, die diese Medien erstellt haben.

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Beispiel von Artikel von Medien in der Vorschau der Google-Suche

Die Verbesserung im Ranking von Google nennt sich SEO – „Search Engine Optimization“. Eigentlich profitieren Verlage davon, wenn sie oben bei den Google Suchmaschinen erscheinen. Je höher ein Ergebnis, umso mehr potentielle Nutzerklicks lassen sich erwarten. Durch die Weiterleitung der Google-Suche auf  (zahlungspflichtige) Artikel, klingeln bei den Medienunternehmen mehr Münzen in der Kasse. Sie verdienen auch daran, dass mehr Nutzer ihre Bannerwerbung neben dem Artikel sehen. Deswegen steht der Googlekonzern dem drohenden Verbot unverständlich gegenüber. Verlagshäuser hingegen wollen, dass Google auch für die Ankündigung ihrer Schlagzeilen in der Suchergebnissen einen Bonus an sie zahlt.

Doch wie funktioniert eigentlich das Suchmaschinenranking? Google arbeitet mit einer Herde von sehr vielen kleinen Robotern, den sogenannten „Crawlern“. Diese ackern sich unermüdlich durch die unendlich große Masse an Webseiten und funken das Ergebnis an die Suchmaschine zurück, welche Webseite welchen Inhalt besitzt. Nur wenn Google eine Seite mit dem Crawler einmal besucht hat, taucht sie auch in der Google Suche auf. Man spricht dann von einer „Indexierung“. Google hat die Webseite indexiert.

Bildergebnis für crawler bild
Ein Google-Crawler

Nach welchen Regeln entsteht die Google Rangfolge von Suchergebnissen?

„Smartphone zuerst!“

Viele Menschen googeln unterwegs über ihr Smartphone. Hier wird Google der Nutzerin häufiger die Webseiten anzeigen, die auch für die Darstellung auf den kleinen Handybildschirmen geeignet sind. Webseiten die nicht das sogenannte „responsive Design“ für Smartphones besitzen, erscheinen weiter unten in den Suchergebnissen.

DSGVO

Die Crawler haben Probleme, wenn die gewünschte Seite nicht sofort erscheint. Das passiert beispielsweise wenn nach der Google-Suche erst eine Seite dazwischengeschaltet wird, auf der man per Klick die Kenntnisnahme der Datenschutzgrundverordnung bestätigt. Deswegen sollte lieber ein Pop-Up-Fenster installiert werden, als eine komplett neue DSGVO-Seite zwischen der Nutzerin und der Webseite zu schalten. Passiert das nicht, könnte die Webseite weiter unten den Suchergebnissenerscheinen.

Zeit

Riesige bunte Hintergrundgemälde oder stundenlange Videos auf der Webseite verlangsamen das Laden der Seite. Wenn der Aufbau einer Webseite zu lange dauert, wird diese von Google bestraft und diese Seite erscheint weiter hinten im Ranking. Als Faustregel gilt: Niemals länger als 1 Sekunde Ladezeit.

Sicherheit

Webseiten müssen gültige Sicherheitszertifikate verwenden, sonst sendet Google der Nutzerin eine Warnung. Große Stoppschilder sind keine gute Voraussetzung für einen barrierefreien Zugang zur Webseite. Deswegen erscheinen diese Seiten mit Stoppschildern weiter hinten in der Google-Suche.

Bilder

Wenn Bilder mit entsprechenden Untertiteln versehen werden, führt dass zu einem besseren Ranking. Denn das Crawler findet den Begriff, worüber die Webseite handelt, häufig auf der Webseite wieder und stuft den Inhalt als relevanter als andere Seiten ein. Eine Webseite mit der passenenden Inhalt zur passenden Domain hat eine gute Chance auf höhere Ergebnisse im Ranking.

Schlüsselwörter

Die Keywords sind „Schlüsselwörter“ nach denen der Crawler sucht. Keywords sind die wichtigste Aspekt der Relevanz von Webseiten für Google. Die passenden Keywords garantieren eine passende Suche. Eine Webseite, die den Seitentitel „Erdbeeren“ verwendet (www.erdbeeren.de), wird vermutlich auch im Ranking aufgelistet, wenn jemand „Erdbeeren“ in der Suchzeile eingibt. Wenn Sie jedoch unter dem Webseitentitel http://www.bananen.de auch Erdbeeren anbietet, sinkt sie im Ranking bei Google.

Strukturierte Daten

Wer seine Kontaktadresse, Telephonnummer und Adresse seines Unternehmens schön und ordentlich in einem gut lesbaren Format verpackt, der wird dafür von Google mit besseren Suchergebnissen belohnt. Wer Googles künstlicher Intelligenz helfen möchte, kann auch Infoboxen oder Standorten direkt von der Webseite in der Google Suche anzeigen lassen, ohne dass man auf die entsprechende Seite klicken muss.

Freundliche Bewertungen

Je mehr Nutzer ein Unternehmen bei Google positiv mit fünf Sternen bewerten, umso höher erscheint es in den Suchergebnissen.

„Über-Etiketten“

Meta-Tags, die sogenannten „Über-Etiketten“ verstecken sich in dem Quellcode der Webseite. Der Quellcode ist der nicht sichtbare Teil der Webseite. Wenn in dem Quellcode Informationen für Crawler versteckt werden, wird die Seite höher in den Suchergebnissen erscheinen. Den Crawler sind wie kleine Hunde: Sie mögen Leckerlis. Leckerlis auf Webseitensprache bedeutet: Informationen worüber der Inhalt der Seite handelt.

Schatzkarten

Der Google Suchmaschine sollte man XML-Sitemaps in die Hände drücken. XML-Sitemaps kann man sich als Schatzkarte vorstellen. Die Sitemaps sagt der Suchmaschine welchen Weg sie im Labyrinth nehmen muss, um an den Schatz  – die Webseite – zu gelangen. Die Sitemaps schlüsselt ordentlich die Namen der Unterseiten auf, die die Webseite besitzt und macht es so für die Suchmaschine einfacher, die Seiten zu indexieren.

Kurze knackige Überschriften

Je länger, verworrener und chaotischer eine Überschrift strukturiert ist, desto werden Crawler dieser Überschrift misstrauen. Deswegen eine Überschrift möglichst kurz und in einheitlicher Schriftgröße halten und den Text danach ebenfalls ohne große Veränderungen im Schriftdesign gestalten.

Flache Hierarchien

Je komplexer der Aufbau und die Gliederung einer Webseite ist, umso mehr haben die Crawler Mühe, den Inhalt zu finden. Deswegen sollte jede Unterseite auf der Webseite in maximal vier Klicks zu erreichen sein. Direkte Erreichbarkeit schlägt Bürokratie.

Aktualisierung

Alle oben genannten Informationen können sich ständig ändern. Die Google-Ingenieure tüfteln ständig an verbesserten Suchergebnissen. Deswegen muss man immer auf den aktuellsten Stand bleiben und sich in dne neusten SEO-Nachrichten schmökern, um im höchsten Ranking bleiben.

 

 

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