Dienste & Operatoren

Dienste (engl. services) stellen Wegweiser im Labyrinth der Digitalisierung dar. Wenn man sich das Internet als Gestalt von Daniel Düsentrieb vorstellt, so sind Dienste das zugehörige „Helferlein“ , die kleine Glühlampe auf zwei Beinen, die ihm beim Zusammenschrauben der Technik hilft.

Dienste sind eine Sammlung von Operatoren.

Arbeitsanweisungen in der Digitaltechnik nennt man Operatoren. Dienste, als Bündel von Operatoren, veranlassen, dass eine bestimmte Aktion ausgeführt wird. Außerdem erstatten sie danach Bericht, ob die Aktion Erfolg hatte oder nicht. Wie die „Helferlein“-Glühlampe, die in den Donald Duck-Comics strahlend hell aufleuchtet, wenn sie Daniel Düsentrieb etwas mitzuteilen hatte.

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Diese Berichterstattung schützt vor Fehlern. Beispielsweise innerhalb der Internetübertragung: Wenn Daten durch das Internet transportiert werden, muss der Dienst der Schnittstelle der nächsten Schicht mitteilen, was dieser gerade erledigt hat. Sonst wüsste die Schnittstelle nicht, welche Daten überhaupt angekommen sind. In seinem Bericht gibt der Dienst der Schnittstelle genau Auskunft, welche Pakete in welche Daten zerlegt wurden: Groß oder kleine Pakete? Lange oder kurze Sequenzen? Ohne Dienste wäre das Internet nur ein großer chaotischer Haufen.

Ein Dienstprimitiv ist ein einzelner Operator.

Man kann sich einen Dienstprimitiv als einen Befehlsgeber vorstellen, der cholerisch seine Peitsche schwingt und dabei nur einen einzigen Befehl erteilt. Eine primitive Vorgehensweise also.

Die Verbindung zwischen einem Client und einem Server wird nur über Dienstprimitive geregelt. Der gesamte Dialog zwischen Client und Server kann man sich als Gespräch zwischen nacheinander hin- und hergeschickte Befehle vorstellen. Der Server ist dabei im stetigen Stand-By-Modus. Er fängt nur an zu arbeiten, wenn er eine entsprechende Anweisung vom einem aktiven Kommunikatonspartner erhält. Das ist der Client, beispielsweise die App auf einem Smartphone. Wenn wir die App „Vegetarisches Kochbuch“ antippen, um sie zu öffnen, sendet dieser Client eine Reihe an Dienstprimitiven an den Server, auf dem die vegetarischen Kochrezepte gespeichert sind. Um die Daten von dem Server abzurufen, verpackt der Client seine Befehle an den Server beispielsweise in folgende Operatoren: – VERBINDEN! – EMPFANGEN! – AUFHÖREN! (connect – receive – disconnect).

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