Cloud Computing

Früher konnte man in Unternehmen eine Schublade aufziehen und ein Karteikästchen kam zum Vorschein, in dem die Namen der Kundinnen handschriftlich mit dem Füllfederhalter der Sekretärin vermerkt waren. Heute lagern die meisten Firmen ihre Kundendaten aus. Die virtuellen Karteikärtchen schweben in einer digitalen Wolke, der Cloud. Der Begriff Cloud steht für Speicherplatz. Dieser Speicherplatz ist keine begehbare Abstellkammer, sondern ein Server, der im besten Falle in Deutschland steht. Denn ab 1. Mai 2018 gelten strenge Datenschutzregeln. Wer Informationen von Kundinnen auslagert, muss dann auch für die Vertraulichkeit und Sicherheit der Daten sorgen.

Doch nicht nur Kundendaten, jede unternehmensinterne Information von der Buchhaltung bis zur Pressemitteilung lassen sich in der digitalen Wolke abspeichern und bearbeiten. Denn Cloud Computing bedeutet nichts anderes als „Zugriff aus dem Internet auf meine Arbeit“. Praktischerweise lässt sich der Speicherplatz beliebig vergrößern und verkleinern. Jetzt heißt es nicht mehr „Liebling, wir haben die Kinder geschrumpft“, sondern „Liebling, wir haben den Schreibtisch geschrumpft“. Mit Cloud Computing können alle Aktenberge ordentlich digital verstaut werden. Aus der herumfliegenden Zettelwirtschaft wird ein miniaturisierter elektronischer Zahlenhaufen – denn die Akten werden wie jede Information binär abgespeichert. Präsentiert und bearbeitet werden Sie jedoch durch normale Buchstaben auf dem Bildschirm – noch so ein Wunder der Digitalisierung.

„Computing“ bedeutet, dass man Informationen nicht nur sicher in der Cloud speichert, sondern auf einem externen Server außerhalb des Unternehmens bearbeiten kann – als prominentes Beispiel gilt Google Docs. Von überall aus der Welt können Mitarbeiter auf ein Google Dokument zugreifen und bearbeiten.

 

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In der Romantik-Cloud: Meghan Markle, Prince Harry

 

Cloud Computing verspricht unbegrenzte Skalierbarkeit von Dienstleistungen. Beispielsweise könnte eine Manufaktur für rote Brautkleider automatisch den Speicherplatz für Bestellungen ihrer unternehmensinternen Cloud erweitern. Das ist nützlich, wenn man plötzlich von einem Ansturm von Bestellungen überrollt wird – beispielsweise in dem Moment, in dem Meghan Markle bei der Hochzeit mit Prinz Harry in einem dieser roten Brautkleider in der Live-Übertragung auf dem Bildschirm erscheint. Unternehmen mit hauseigenen kleinen Servern haben hier Nachteile gegenüber Unternehmen, die mit Cloudanbietern zusammenarbeiten: Der eigene Server könnte unter den vielen Brautkleidbestellungen zusammenbrechen.

Cloud Computing ist jedoch nicht das unbegrenzte Füllhorn der E-Commerce-Glückseligkeit. Cloud-Anbieter können ebenso Ziel von Cyberattacken und Datenklau werden. Hier muss sich jede Unternehmerin selbst die digitale Kompetenz antrainieren, um zu erkennen, welcher Cloudanbieter die besten Sicherheitsstandards erfüllt.

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